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Allergie
Was ist eine Allergie?

Eine Allergie kann viele Auslöser haben, z. B. Pollen, Tierhaare oder Hausstaub. Der Körper reagiert auf die vermeintlich ungefährlichen Stoffe mit einem körpereigenen Abwehrmechanismus und beginnt, sie zu bekämpfen. Die Ursachen für die Entstehung einer Allergie sind vielfältig und können sowohl genetisch als auch durch Umwelteinflüsse bedingt sein. Allergien sind bisher nicht heilbar, es gibt aber Medikamente, die die Symptome einer Allergie, wie z. B. Schnupfen oder juckende Augen, lindern können. Ein Heuschnupfen sollte möglichst frühzeitig diagnostiziert werden, da sie sich sonst zu einem allergischen Asthma ausweiten kann.

Diagnose Allergie

Treten vermehrt allergietypische Symptome auf, sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen. Bei der ersten Anamnese wird der Arzt versuchen, mögliche Auslöser für die Allergie herauszufinden. Dazu wird er sich über erbliche Vorbelastungen und die Zeitpunkte, zu denen die Symptome auftreten, erkundigen. Für die weitere Diagnose kommen verschiedene Testvarianten infrage. Beim Hauttest werden bestimmte Allergene auf die Haut des Patienten gegeben, um zu schauen, ob es zu einer allergischen Reaktion kommt. Ein Bluttest kann Aufschluss über den Immunglobulingehalt im Blut geben. Der Provokationstest wird nur in seltenen Fällen angewandt, da er das Risiko einer Überreaktion birgt.

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Entstehung einer Allergie führen können. Umweltfaktoren wie eine erhöhte Pollenkonzentration können ebenso eine Rolle spielen wie eine falsche Ernährung. Auch eine vermehrte Zufuhr von Antibiotika aus der Nahrung kann sich negativ auf die Entwicklung einer Allergie auswirken, da hierdurch die Darmflora gestört werden kann. Häufig entwickeln vor allem Menschen, die in der frühen Kindheit sehr wenig bestimmten Allergenen ausgesetzt waren, eine Allergie, da ihr Immunsystem zu schwach ist. Ein großer Faktor bei der Entstehung einer Allergie kann auch eine genetische Veranlagung sein.

Pollenallergiker sind, je nachdem gegen welche Form der Blütenpollen sie allergisch sind, zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich stark betroffen. Während Gräser- und Kräuterpollen vorwiegend ab Mai fliegen, können bestimmte Frühblüher wie z. B. Hasel und Erle bereits in den Wintermonaten zu blühen beginnen. Pollenallergiker haben deshalb vor allem im Frühjahr mit allergischen Symptomen zu kämpfen. Auch Region und Umgebung in der man lebt, spielen beim Pollenflug eine Rolle. So ist es z. B. ein Unterschied, ob man in der Stadt lebt, wo die Pollenverbreitung i. d. R. abends am stärksten ist oder auf dem Land.

Was ist eine Allergie?

Die Zahl der Menschen, die an einer Allergie erkrankt sind hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Laut des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) leidet inzwischen vermutlich rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung an einer Allergie.

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem heftig auf unschädliche Umweltstoffe. Körpereigene Abwehrmechanismen bekämpfen vergleichsweise harmlose Fremdstoffe ähnlich wie gefährliche Krankheitserreger. Im Gegensatz zu einer normalen Immunreaktion führt diese allergische Reaktion aber nicht zur Vernichtung des Auslösers oder zu einem Schutz vor Neuerkrankung. Sie dauert in der Regel nur so lange an, wie der Allergiker der allergieauslösenden Substanz ausgesetzt ist.

Zu den häufigsten Auslösern einer Allergie zählen Blütenpollen (Heuschnupfen), Tierhaare (Tierhaarallergie) und Hausstaub (Hausstauballergie). Die Suche nach dem allergieauslösenden Stoff ist in den meisten Fällen langwierig. Mit verschiedenen Hauttests und Blut-Laboruntersuchungen können viele Allergene identifiziert werden. Die Ursachen für die Enstehung einer Allergie sind noch nicht gänzlich erforscht. Es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren zur Entwicklung einer Allergie beitragen. Genetische Prädispositionen scheinen bei der Entstehung einer Allergie von Bedeutung zu sein. Darüber hinaus legt die Tatsache, dass Allergien in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen haben, den Schluss nahe, dass auch Umweltfaktoren und die individuelle Lebensweise eine Rolle spielen.

Allergien äußern sich durch verschiedenste Symptome. Die Bandbreite reicht von geschwollenen, juckenden Augen, geröteter Haut und Schnupfen über asthmatische Erstickungsanfälle bis hin zum lebensbedrohenden anaphylaktischen Schock. Besonders wichtig ist daher die rechtzeitige Diagnose und Therapie der Allergie, da sich z. B. ein nicht behandelter allergischer Schnupfen über einen längeren Zeitraum zu einem allergischen Asthma entwickeln kann.

Trotz großer Fortschritte in der Wissenschaft gibt es immer noch keine Allheilmittel gegen Allergien und andere chronische Haut- und Atemwegserkrankungen. Diagnostik und Therapie sind bei komplexen Krankheitsbildern wie Neurodermitis, Psoriasis oder Asthma ein schwieriges Unterfangen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Behandlung chronischer Erkrankungen in der ambulanten Praxis an ihre Grenzen stößt. Oftmals bringt daher erst der stationäre Aufenthalt in einer spezialisierten Fachklinik den gewünschten Therapieerfolg.

Antje Habekuß

14. November 2014
Mit ihrer Unterschriftenaktion möchte der Deutsche Allergie- und Asthmabund das Thema Allergien in den Fokus der Öffentlichkeit und der Politik bringen. Es soll damit auf die Lage der steigenden Zahl der Allergiker aufmerksam gemacht werden.
  
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Ein Forschungsteam des Paul-Ehrlich-Instituts und der Universität Bayreuth hat ein Verfahren entwickelt, mit dem es erstmals möglich ist, gezielt die allergenen Eigenschaften potenzieller Antikörper-Bindungsstellen (Epitope) des Hauptallergens der Birke (Bet v 1) zu erforschen.
  
27. Oktober 2014
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22. Oktober 2014
Generell ist auch mit Zöliakie eine ausgewogene Ernährung möglich, denn, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. berichtet, stehen eine Reihe von Lebensmitteln zur Verfügung, die i. d. R. glutenfrei von Natur aus sind.