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Ratgeber Allergie

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Allergie
Entstehung einer Allergie

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Entstehung einer Allergie führen können. Umweltfaktoren wie eine erhöhte Pollenkonzentration können ebenso eine Rolle spielen wie eine falsche Ernährung. Auch eine vermehrte Zufuhr von Antibiotika aus der Nahrung kann sich negativ auf die Entwicklung einer Allergie auswirken, da hierdurch die Darmflora gestört werden kann. Häufig entwickeln vor allem Menschen, die in der frühen Kindheit sehr wenig bestimmten Allergenen ausgesetzt waren, eine Allergie, da ihr Immunsystem zu schwach ist. Ein großer Faktor bei der Entstehung einer Allergie kann auch eine genetische Veranlagung sein.

Entstehung einer Allergie

Die genauen Gründe für die Entstehung einer Allergie konnten bis heute nicht vollständig geklärt werden. Es gibt eine Reihe von Untersuchungen, die auf unterschiedliche mögliche Auslöser für eine Allergie hinweisen.

Zu den Faktoren, die eine Allergie mit auslösen können, werden u. a. gezählt:

  • genetische Veranlagung (Atopie)
  • Ernährungsgewohnheiten
  • zu schwaches Immunsystem durch wenig Kontakt mit Allergenen in der Entwicklungsphase
  • höhere Pollenkonzentration
  • negative Beeinflussung der Darmflora durch erhöhte Aufnahme von Antibiotika aus der Nahrung
  • etc.

Bei einer Allergie kommt es zu einer heftigen Reaktion des Immunsystems auf sonst unschädliche Umweltsubstanzen. Die körpereigene Abwehr bekämpft diese harmlosen Fremdstoffe wie gefährliche Viren oder Bakterien. Bei einer normalen Immunreaktion würde dies zur Vernichtung des Auslösers oder zu einem Schutz vor Neuerkrankung führen, bei einer Allergie jedoch nicht. Im Regelfall dauert sie nur so lang an, wie der Betroffene der allergieauslösenden Substanz ausgesetzt ist.

Atopischer Formenkreis

Besonders Neurodermitis (atopisches Ekzem), allergisches Asthma bronchiale und allergische Rhinitis (Heuschnupfen) werden unter der Bezeichnung „atopische Erkrankungen“ oder „Atopie“ zusammengefasst. Diese Krankheiten können entweder allein, nacheinander oder auch gleichzeitig auftreten und entwickeln sich besonders dann, wenn eine erbliche Vorbelastung dazu besteht.

Antje Habekuß

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Eine Allergie kann viele Auslöser haben, z. B. Pollen, Tierhaare oder Hausstaub. Der Körper reagiert auf die vermeintlich ungefährlichen Stoffe mit einem körpereigenen Abwehrmechanismus und beginnt, sie zu bekämpfen. Die Ursachen für die Entstehung einer Allergie sind vielfältig und können sowohl genetisch als auch durch Umwelteinflüsse bedingt sein. Allergien sind bisher nicht heilbar, es gibt aber Medikamente, die die Symptome einer Allergie, wie z. B. Schnupfen oder juckende Augen, lindern können. Ein Heuschnupfen sollte möglichst frühzeitig diagnostiziert werden, da sie sich sonst zu einem allergischen Asthma ausweiten kann.

Pollenallergiker sind, je nachdem gegen welche Form der Blütenpollen sie allergisch sind, zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich stark betroffen. Während Gräser- und Kräuterpollen vorwiegend ab Mai fliegen, können bestimmte Frühblüher wie z. B. Hasel und Erle bereits in den Wintermonaten zu blühen beginnen. Pollenallergiker haben deshalb vor allem im Frühjahr mit allergischen Symptomen zu kämpfen. Auch Region und Umgebung in der man lebt, spielen beim Pollenflug eine Rolle. So ist es z. B. ein Unterschied, ob man in der Stadt lebt, wo die Pollenverbreitung i. d. R. abends am stärksten ist oder auf dem Land.

Therapie Allergie

Da Allergien bisher nicht heilbar sind, besteht die Therapie einer Allergie vorwiegend darin, die auftretenden Symptome zu verringern. Eine Vermeidung des allergieauslösenden Stoffes ist am effektivsten, jedoch in den seltensten Fällen umsetzbar. Deshalb gibt es verschiedene medikamentöse Therapien, die den Betroffenen Linderung verschaffen können. Dazu gehören z. B. Mastzellstabilisatoren, Antihistaminika und Glukokortikoide. Eine Therapieform, die die Ursache der Allergie bekämpft, ist die spezifische Immuntherapie (SIT). Dabei wird dem Patienten das Allergen über einen längeren Zeitraum unter die Haut gespritzt, sodass sich das Immunsystem langsam an den allergieauslösenden Stoff gewöhnen kann.